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Fonds Sexueller Missbrauch

Neben den Hilfestellungen für Opfer sexuellen Missbrauchs, die der WEISSE RING ohnehin jederzeit leistet, vermitteln wir den Geschädigten natürlich auch Unterstützung im Rahmen des am 1. Mai 2013 gestarteten Fonds Sexueller Missbrauch der Bundesregierung.

Inhalte in der Übersicht

    Aktuell: Antragsfrist im rein familiären Bereich aufgehoben

    „Die Antragsfrist für den rein familiären Bereich ist aufgehoben. Anträge können bis auf Weiteres gestellt werden. Der WEISSE RING begrüßt diese Entscheidung.“

    „Betroffene, die in ihrer Kindheit oder Jugend in Institutionen sexuell missbraucht wurden, können ebenfalls Anträge auf Hilfeleistungen bis zu 10.000 EUR stellen. Die von diesen Betroffenen beantragten Hilfeleistungen werden jedoch direkt von den verantwortlichen Institutionen selbst bewilligt und bezahlt. Institutionelle Anträge können aus diesem Grunde nur bearbeitet werden, soweit sich die Institutionen am Ergänzenden Hilfesystem beteiligen.

    Eine aktuelle Übersicht über die am EHS beteiligten Institutionen finden Sie auf der Website des Fonds Sexueller Missbrauch.

    Für aktuelle und grundsätzliche Informationen zum Ergänzenden Hilfesystem für Opfer sexuellen Missbrauchs beachten Sie bitte auch die Website des Fonds Sexueller Missbrauch:

    Finden Sie Ihren Ansprechpartner

    Hier finden Sie für jedes Bundesland diejenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des WEISSEN RINGS, die eine spezielle EHS-Schulung durchlaufen haben: Sie wurden von Traumaexperten ausgebildet sowie in Gesprächstechnik und sozialrechtlichen Fragen geschult.

    Kartenansicht

    Listenansicht

    • Susanne Borrett

      Nordfriesland-Nord

      Telefon: 0151 - 15047363

    • Ursula Brandt

      Rendsburg-Eckernförde

      Telefon: 0151 - 15 04 7323

    • Kirsten Dietel

      Saalekreis

      Telefon: 0151 - 15047292

    • Bernd-Heinz Dunkel

      Telefon: 0151 – 15047350

    • Monika Ebert

      Freiburg

      Telefon: 01 51 - 15 04 73 20

    • Rudi Esch

      Euskirchen

      Telefon: 0151 - 15047294

    • Silvia Fehling

      Hamburg

      Telefon: 0151/15047362

    • Barbara Gest

      Mecklenburg-Strelitz

      Telefon: 0151 - 1504 7327

    • Brigitte Grüning

      Herne

      Telefon: 0151 - 15047297

    • Siegrid Hagemann

      Berlin

      Telefon: 0151 - 15047330

    • Petra Heyse

      Darmstadt

      Telefon: 0151 – 18152022

    • Magaret Hoffmann

      Bremerhaven

      Telefon: 0151 - 15047298

    • Stephanie Ihrler

      Bochum

      Telefon: 0151 - 15047300

    • Ernst Krämer

      Trier

      Telefon: 0151 - 15047348

    • Waltraud Krämer

      Trier

      Telefon: 0151 - 15047305

    • Paskal Laskaris

      Düren

      Telefon: 0151/55164790

    • Jutta Maaßen

      Erfurt

      Telefon: 0151 - 15047307

    • Lars Mack

      München

      Telefon: 0151/55164930

    • Petra Notroff

      Eisenach/Wartburgkreis

      Telefon: 0151 - 15047310

    • Claudia Pleines

      Leer

      Telefon: 0151 – 15047355

    • Lothar Pohle

      Spree-Neiße

      Telefon: 0151 – 15047312

    • Gerd Pokolm

      Regensburg

      Telefon: 0151 – 15047356

    • Dietmar Pritzschke

      Prignitz

      Telefon: 0151 – 15047357

    • Reingard Pritzschke

      Prignitz

      Telefon: 0151 – 15047358

    • Uwe Rath

      Rendsburg-Eckernförde

      Telefon: 0151 – 15047359

    • Patrik Rauber

      St. Wendel

      Telefon: 0151 - 15047313

    • Peter-Michael Reiß

      Stade

      Telefon: 0151 - 15047337

    • Peter Rosenkranz

      Nienburg

      Telefon: 05021 / 9229122

    • Martin Stemmler

      Rügen

      Telefon: 0151 – 150473 61

    • Christian Strobel

      Stralsund

      Telefon: 0151 - 15047318

    • Harald Süßenbach

      Rhein-Hunsrück-Kreis

      Telefon: 0151 - 15047340

    • Gudrun von Felde

      Hamburg

      Telefon: 0151 - 1504 7325

    • Petra Wagner

      Dachau

      Telefon: 0151 - 15047343

    Stephanie Ihrler, Rechtsanwältin, Leiterin der Aussenstelle Bochum

    „Wenn es einem selbst gut geht, ist man mit seiner inneren Kraft dazu in der Lage, anderen zu helfen und der Gesellschaft etwas zurückzugeben.“

    Als Rechtsanwältin weiß ich, dass gerade Kriminalitätsopfer psychisch und physisch unter ihrem Schicksal leiden. Sie brauchen Unterstützung, um wieder eine Perspektive für ihr Leben zu bekommen.

    Deshalb bin ich seit 19 Jahren ehrenamtlich für den WEISSEN RING tätig und leite seit 2012 die Außenstelle Bochum, die ich von meinem Vater übernommen habe. Ich arbeite mit vielen sehr engagierten Mitarbeitern zusammen, ohne die eine gute ehrenamtliche Arbeit im Sinne von Kriminalitätsopfern gar nicht möglich wäre.

    Hinzu kommt nun seit 2013 noch meine Tätigkeit als Beraterin für das Ergänzende Hilfesystem (EHS). Dort helfe ich Missbrauchsopfern bei Anträgen an den von der Bundesregierung aufgelegten Fonds.

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    Über das Ergänzende Hilfesystem (EHS)

    Das EHS richtet sich an Betroffene, die als Minderjährige im familiären Bereich oder in Institutionen, zum Beispiel in Einrichtungen der katholischen oder evangelischen Kirche, sexuellen Missbrauch und sexualisierte Gewalt erfahren haben und noch heute unter den Folgewirkungen leiden. Dafür haben der Bund sowie die Länder Bayern und Mecklenburg-Vorpommern einen Hilfsfonds von insgesamt knapp 59 Millionen Euro eingerichtet. Den Ausschlag dazu gab eine Empfehlung des 2010 von der Bundesregierung eingerichteten „Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch“.

    Betroffene können Sachleistungen im Wert von bis zu 10.000 Euro beantragen, zum Beispiel Therapien oder Unterstützung bei Weiterbildungs- oder Qualifizierungsmaßnahmen. Voraussetzungen sind unter anderem:

    • Tatzeitpunkt vor dem 30. Juni 2013 (Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der Rechte von Opfern sexuellen Missbrauchs – StORMG)
    • Minderjährigkeit des Betroffenen zum Tatzeitpunkt
    • die Tat wurde in Deutschland begangen (Bundesrepublik oder Gebiet der ehemaligen DDR)

    Leistungen aus dem Fonds sind für Betroffene gegenüber den gesetzlichen Leistungen nachrangig. Das bedeutet, dass er sich nur an die Betroffenen richtet, die Leistungen gemäß ihren Bedürfnissen nicht schon aus den bestehenden Hilfesystemen (wie Krankenversicherung, Unfallversicherung, Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz) erhalten. Auch zivilrechtliche Ansprüche gegen die verantwortliche Organisation, die Täterin oder den Täter haben Vorrang vor den Leistungen aus dem Fonds Sexueller Missbrauch, sofern sie (noch) gerichtlich durchgesetzt werden können und dies auch zumutbar ist. Ein Rechtsanspruch auf Leistungen aus dem Fonds besteht nicht.

    Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Website des Fonds Sexueller Missbrauch oder kontaktieren Sie einen der oben aufgeführten EHS-Berater des WEISSEN RINGS.

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